Am heutigen Samstag, den 18. April, versammelten sich gegen 14 Uhr ca 60 Personen, um gegen die Räumung eines besetzten Hauses in Erfurt und für ein neues autonomes Zentrum in Darmstadt zu demonstrieren. Am Rande der Demonstration wurden über 1400 Flugblätter an interessierte Menschen verteilt. Die unangemeldete Versammlung zog einige Runden durch die Innenstadt, wobei an mehreren belebten Punkten Redebeiträge gehalten wurden.
Bereits vor Beginn der Demonstration waren mehrere Zivilpolizisten vor Ort, später wurde sie von einer zunehmenden Anzahl Polizeiwägen begleitet. Zu Zwischenfällen oder Einschränkungen der Demonstration durch die Polizei kam es jedoch nicht, bis die Demonstration sich nach etwa einer Stunde selbst auflöste. Von anschließenden Personalienfeststellungen oder Ingewahrsamnahmen von DemonstrationsteilnehmerInnen durch die Polizei ist bisher nichts bekannt. Derartige repressive Maßnahmen im Anschluss an spontane linke Demonstrationen sind jedoch von Seiten der Darmstädter Polizei nicht ungewöhnlich. (mehr…)
Aktion: Am Liebighaus fordern Teilnehmer eigenes Zentrum – Polizei: ruhige Lage
Angehörige der autonomen Szene haben am Freitagabend für ein autonomes Zentrum demonstriert. Zwischen 22 und 1 Uhr besetzten sie die Unterführung der Kirchstraße am Justus-Liebig-Haus. Ausschreitungen gab es nicht. „Die Lage war ruhig“, erklärte der Polizeiführer vom Dienst, Stefan Styra.
In der Unterführung brachten die Heranwachsenden während der nicht angemeldeten Aktion Transparente mit ihren Forderungen an. Es habe Musik und Tanz gegeben, erklärte ein Sprecher der Kampagne. Unterschiedliche Angaben gibt es über die Zahl der Teilnehmer. Während die Veranstalter von 100 Beteiligten spricht, gibt die Polizei deren Zahl mit 40 an. Nach Polizeiangeben „begleitete“ die Polizei die Aktion. „Einen Grund zum Einschreiten gab es nicht“, erklärte Stefan Styra. Auch Beschwerden wegen Ruhestörung lägen nicht vor.
Seit Monaten fordert die autonome Szene ein Zentrum. Sie kritisiert, dass die Stadt auf ihre Vorschläge für geeignete Objekte nicht eingegangen sei. Jugenddezernent Jochen Partsch war am Sonntag zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.
Ein Sprecher der Kampagne kündigte am Sonntag weitere Aktionen an. So lange sie kein Zentrum hätten, „müssen wir offenbar auf die Innenstadt ausweichen und uns dort unsere Freiräume kurzzeitig schaffen“.
Demonstranten fordern autonomes Zentrum
Mitglieder der „Kampagne für ein autonomes Zentrum“ haben in der Nacht zum Samstag die Unterführung der Kirchstraße am Justus-Liebig-Haus besetzt. Nach Darstellung der Kampagne haben sich an der unangemeldeten Demonstration 100 Personen beteiligt, nach Polizeiangaben 40. Beide Seiten bestätigen, die Protestaktion sei friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen.
Die Besetzer feierten nach Eigenangaben bis ein Uhr in der Unterführung eine so genannte „Reclaim the Streets“-Party, mit der sie erneut die Schaffung eines autonomen Zentrums forderten. „Die Stadt hat offenbar kein Interesse daran, uns bei unserer Forderung entgegenzukommen“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Gruppe habe diverse Gebäude vorgeschlagen. Die einzige nennenswerte Reaktion sei von Sozialdezernent Jochen Partsch (Grüne) gekommen, der gesagt habe, die Stadt werde kein Gebäude kaufen. Partsch ist im Urlaub und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Stadtpressesprecherin Sigrid Dreiseitel sagte auf Anfrage, dass es „noch keine Entscheidungen“ gebe.
Etwa 100 Personen beteiligten sich am Freitag Abend ab 22:00 Uhr an einer spontanen Besetzung der Unterführung der Kirchstraße am Justus-Liebig-Haus. Bis 1 Uhr Nachts wurde dort durch die BesetzerInnen eine Party gefeiert.
Die Polizei beobachtete die unangemeldete Veranstaltung, griff aber nicht ein, sodass die Party ohne Zwischenfälle stattfinden konnte.
Die Eingänge und Wände der Unterführung wurden mit themenbezogenen Transparenten verschönert und die Lampen mit bunter Folie beklebt, um so eine möglichst ansprechende Atmosphäre zu schaffen. Dazu wurde Musik abgespielt, zu der die Anwesenden feierten und tanzten. PassantInnen und AnwohnerInnen wurden mit Flugblättern auf die Ziele der Aktion aufmerksam gemacht und zeigten Interesse und positive Resonanz. (mehr…)
Wir haben immer noch kein AZ in Darmstadt, also feiern wir halt erstmal weiter auf der Straße!
Lasst euch nicht von schlechten Wetter und Kälte abschrecken, für Abhilfe ist gesorgt.
Wie immer gilt: Den Termin bitte weiter streuen und möglichst pünktlich da sein, damit wir ungestört aufbauen können.
10.Oktober
22:00 Uhr
Vor dem Justus-Liebig-Haus
Am 2. Oktober findet in Frankfurt wie jedes Jahr wieder die Nachttanzdemo statt, dieses mal geht es insbesondere um eine Kritik am Nationalismus und ähnlichen Widerlichkeiten.
In Darmstadt gibt es um 19:30 einen Treffpunkt um dann um 20:05 gemeinsam mit der S-Bahn nach Frankfurt zu fahren.
Am 4. Oktober findet in Heidelberg auch eine Nachttanzdemo statt, hier geht es um die Forderung nach einem autonomen Zentrum in Heidelberg.
Auch hier gibt es einen Treffpunkt für die gemeinsame Anreise mit dem Zug in Darmstadt: Um 17:00 Uhr am Hauptbahnhof, die Abfahrt ist um 17:30 mit der Regionalbahn.
Am Freitag spielen nun auch noch die Phlegmatix aus Lübeck. Sehr gut!
Einlass ist deshalb jetzt schon ab 20:00 Uhr und relativ pünktlich um 21:00 Uhr geht das Konzert los.
Am 26.09 findet in der Oetinger Villa ein Soli-Konzert für unsere Kampagne und die Villa statt.
Los gehts so gegen 21:00 Uhr und es spielen:
Loaded (Punk/Ska, Mannheim)
No matter how (Ska /Punk, Bad Dürkheim)
Guil Goil (Ska, Darmstadt)
Für den 5. September hatte die „Kampagne für ein autonomes Zentrum in Darmstadt“ zu einer unangemeldeten Grillparty um 17:00 Uhr am Ludwigsplatz aufgerufen, dem etwa 60 Personen folgten.
Die ganze Aktion verlief grundsätzlich störungsfrei. Da die Polizei schon von Beginn an vor Ort war, offensichtlich um das skandalöserweise unerlaubte Grillen zu unterbinden, wurde darauf zunächst verzichtet. Die Anwesenden hängten ein Transparent auf, spielten Musik ab und verteilten Flugblätter in der Innenstadt, um mehr Menschen auf die Forderung nach einem autonomen Zentrum aufmerksam zu machen.
Gegen 18:30 löste sich die Versammlung spontan auf und verlegte sich vor das Justus-Liebig-Haus, wo die verbliebenen 30 Personen zunächst unbemerkt von der Polizei mit der geplanten Grillparty begannen. Als das Treiben von den Ordnungshütern bemerkt wurde, blieb es jedoch bei dem Appell, den Müll zu beseitigen. Die Veranstaltung an sich wurde durch die Polizei nicht weiter behindert.
Bei der letzten Party, die von der Kampagne am 12.04. in der Innenstadt durchgeführt wurde, war es zu zwei Ingewahrsamnahmen, mehreren Schlagstockeinsätzen und „Verfolgungsjagten“ auf dem Karolinenplatz gekommen. Im Vergleich dazu war das Verhalten der Polizei diesmal deutlich zurückhaltender. Trotzdem kritisiert die Kampagne deutlich, dass eine harmlose Grillparty ohne triftigen Grund in der Innenstadt von Beginn an von mehreren Streifenwagen und Zivilpolizei observiert wird. (mehr…)
…aber das Wetter sieht schlecht aus. Die Party soll aber trotzdem auf jeden Fall stattfinden.
Sollte es tatsächlich in Strömen regnen, gibt es auch einen Plan B in unmittelbarer Nähe, der sich dann morgen ab 17:00 Uhr am Ludwigsplatz direkt vor Ort in Erfahrung bringen lässt.


